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Urs Brügger über Kifu, D-Junioren + Fussballschule


Datum: 27.11.2019

KIFU
Mit rund 30 Trainern und 15 Teams im KIFU Bereich haben wir in den drei Monaten vom August bis im Oktober (Haupt-Fussballzeit) etwa 500 Trainings und Spiele absolviert. Dies ergibt mehr als 5 ½ Aktivitäten pro Tag in einer sieben Tage-Woche! Es gibt wohl nicht viele Amateurvereine im Kanton Bern, welche für Kinder zwischen 4 und 12-jährig eine derart hohe Aktivität aufweisen! Für die viele freiwillige und tolle Arbeit möchten wir uns bei allen TrainerInnen ganz herzlich bedanken und wünschen uns zu Weihnachten, dass ihr uns noch möglichst lange erhalten bleibt!

Junioren D
Wir entschieden uns, mit 4 Teams zu spielen und meldeten dem Verband eine 1., zwei 2. Stärkeklassen und eine 3. Stärkeklasse. Der Verband teilte uns dann angeblich aus „mathematischen“ Gründen zweimal in die 1. und zweimal in die 3. Stärkeklasse ein. Es ist für mich nach wie vor nicht begreiflich, warum nicht mindestens eines von vier Teams in der 2. Stärkeklasse eingeteilt wurde. Tempi passati: Das Da spielte eine sehr gute Saison und konnte auch das dominante FE-Team aus Thun richtig fordern. Das Db musste die Suppe des Verbandes „auslöffeln“. Das erste Spiel in Meringen blieb aber schlussendlich die einzige richtige „Dusche“. Die Resultate wurden schon rasch deutlich knapper, die Jungs blieben dran und zwei Spiele konnten dann auch gewonnen werden. Beim Dc war die Lage gerade umgekehrt. Das Team war zu gut für die 3. Stärkeklasse und genoss die ungewohnten Freiräume mit grossem Offensiv-Spektakel. Pro Spiel erlebte man im Durschnitt rund 12 Tore (Torverhältnis 70 : 17 / 7 Spiele). Das Dd holte sich sieben Punkte, aber wir sind sicher dass da noch einige Luft nach oben vorhanden ist. Wenn jeder in diesem Team seine Leistung abrufen kann und will, dann spielen auch diese Jungs einen sehr ordentlichen und offensiven Fussball.
Zusammengefasst: Die meisten Kinder haben seit dem Sommer fussballerisch einen grossen Schritt vorwärts gemacht. Der erkennbare Spielaufbau sowie der Offensivgeist in allen Teams bereitet grosse Freude. Ein gewaltiges Merci an alle Trainer sowie an alle Eltern welche die Organisation von vier Teams erst möglich machten.

Fussballschule
Die Psyche der Kinder ist eine schwer fassbare Welt. Jugend + Sport definiert alle Aktivitäten rund um die J+S-Kids mit den Schlüsselementen: Lachen – Lernen – Leisten. Unser Trainer-Team gibt jeden Freitag sein Bestes, um diesen drei „L“ gerecht zu werden. Wenn man in die glücklichen Gesichter der Kinder schaut, dann geschieht dies fast ausnahmslos mit grossem Erfolg! Die folgenden Erklärungen (Quelle: Jugend + Sport) helfen den Eltern, diese Philosophie zu verstehen und dürfen auch zu Hause oder im Kindergarten genutzt werden smiley.

Lachen ist dabei für die Jüngsten das zentrale Element: Kinder wollen lachen, weil es ganz einfach schön ist, ein gutes Gefühl erzeugt und das Lernen erleichtert. Dafür strengen sie sich auch gerne an. Positive Gefühlszustände können auf verschiedene Weise erreicht werden, z. B. durch Zugehörigkeit (soziale Akzeptanz, positiver Selbstwert, Freundschaft), Kompetenz (Neugier, Wissen, Erfolg) und Unabhängigkeit (Selbstvertrauen, Mitbestimmung). Kinder in diesem Alter bewegen sich gern und definieren sich oft über die Bewegung: «Ich kann schnell rennen» (Damon & Hart, 1988). Deshalb ist es wichtig, dass sie diesbezüglich im Alltag, in der Schule und im Sportverein möglichst viele positive Gefühlszustände erleben können.

Lernen heisst: Wissen (z. B. Fussballregeln), eine Handlungsweise (z. B. Fairplay) oder eine motorische Fertigkeit (z. B. Schwimmen) aneignen. Lernen kommt durch die Aufnahme von Informationen aus der Umwelt über die verschiedenen Sinne zustande. Diese Informationen können bewusst oder unbewusst wahrgenommen werden. Durch häufiges Üben gefestigte Informationen werden im Gehirn weiterverarbeitet und schliesslich im Langzeitgedächtnis gespeichert. Die Hirnstrukturen von Kindern sind ideal vorbereitet für das (motorische) Lernen. Gerade im Bereich der Koordination eignen sich Kinder vieles durch Anknüpfen an Bekanntes (assoziatives Lernen) oder Nachahmungslernen an.

Leisten: Viele Kinder Sie sind leistungsbereit und wollen beispielsweise schnell rennen, eine Rolle vorwärts schön ausführen, die Regeln für ein Spiel kennen, usw. Bei jüngeren Kindern steht Leisten im Zusammenhang mit Neugier, Interesse und Freude. Sie gehen davon aus, für alles, was sie tun möchten, entsprechende Fähigkeiten zu besitzen. Sie tendieren dazu, Fähigkeit mit Anstrengung gleichzusetzen. Sie sind an ihrer persönlichen Leistung interessiert und messen sich v. a. mit sich selbst (Leistungsverbesserung über eine Zeitspanne). Da sich verschiedene Fähigkeiten und Fertigkeiten schnell entwickeln, ist dieser vergleichende Aspekt sehr erfreulich. Jüngere Kinder verfügen meistens über ein gutes Selbstvertrauen.

Urs Brügger