fc_signet2.gif

p_head.jpg

Hauptversammlung FCF


Datum: 08.09.2020

An der Hauptversammlung des Fussballklub Frutigen gab es trotz Corona kein Jammern und Klagen. Dank umgehend getroffenen Massnahmen und grosser Solidaritätsbezeugung ist der Verein weiterhin auf Kurs.

Der Vorstand des FC Frutigen hatte wegen der Corona-Pandemie mit einer geringen Anzahl Mitglieder zur Hauptversammlung gerechnet. Mit 79 Anwesenden wurde er positiv überrascht und freute sich dementsprechend auf das Interesse am Vereinsleben.

Präsident Urs Kallen strich in seinem Jahresbericht vor allem die Solidarität im Verein hervor. In der schwierigen Zeit sei die «Familie FC Frutigen» nochmals näher zusammengerückt. Stark beeindruckt sei er auf seine Trainer und Vorstandsmitglieder, die von sich aus auf ihre Löhne und Entschädigungen verzichtet haben. In der heutigen Zeit aber auch nicht selbstverständlich sei die beispielhafte Unterstützung der Sponsoren. Es war für diese keine Frage, dem FC Frutigen trotz Corona weiterhin die Treue zu halten und das Sponsoring weiterzuführen. Die sportlichen Ziele im Vereinsjahr konnten von einem Tag auf den Anderen wegen der Corona-Pandemie nicht mehr weiterverfolgt werden. Obschon einige Teams vor der Rückrunde in Abstiegsgefahr standen, war niemand über den Abbruch der Meisterschaft erfreut. Die abgelaufene Saison wurde annulliert und im 2020-2021 wiederholt.

Ein Augenmerk müsse auf die Trainer und Schiedsrichter gerichtet werden. Es werde zunehmend schwieriger, Personen für solche Chargen zu finden. Zu wenig Schiedsrichter im Verein bedeute, dass Mannschaften vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden müssten. Fehlen Trainer, können automatisch weniger Teams gestellt werden. Das Projekt «Aufstockung Garderobenhauses mit einem Vereinslokal» wurde zurückgestellt und soll erst nächstes Jahr wieder zur Sprache kommen.  Corona werde auch hier wohl den Takt angeben. Die Zukunft sei ungewiss: «Ist es der Anfang oder müssen wir nun mit dem Virus leben? Meiner Ansicht nach müssen wir dieses als Chance nehmen, ein bisschen Normalität in unsere sehr hektische Zeit zu bringen» äussert sich der Präsident am Schluss seiner Ausführungen.

Ungebremst ist die Begeisterung für den Fussball beim FC Frutigen. 499 Mitglieder halten dem Verein weiterhin die Treue. Zwar ist ein Rückgang von über dreissig Personen festzustellen. Dieser ist aber hauptsächlich auf eine Bereinigung des Mitgliederverzeichnisses zurückzuführen. Fünf Mitglieder mussten ausgeschlossen werden, da sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen sind.

Gespannt warteten die Anwesenden auf die Präsentation der Jahresrechnung und wurden positiv überrascht. Kassier Dominic von Gunten wies nur einen minimen Verlust von Fr. 505.97 aus. Gleich mehrere Faktoren halfen hier mit, dieses Ergebnis in der Krise zu erzielen. Wenn Einnahmen fehlen, müsse man auch weniger Ausgaben tätigen. So beispielsweise beim Spielbetrieb: Weniger Schiedsrichterentschädigungen, Pausentee, Bussen, Material, Verbandsgebühren usw. Nicht selbstverständlich war auch die spontane Hilfe von Trainern und der Vorstandsmitglieder, die auf ihre Löhne resp. Entschädigungen verzichtet haben.  Gross wirkte sich auch die Treue der Sponsoren aus. Es war für sie kein Thema war, in der Krise dem Verein nicht beizustehen. Auf die finanzielle Unterstützung des Bundes wurde bewusst verzichtet, dass Vereine in extremer Schieflage höhere Beiträge erhalten konnten. Der FC Frutigen steht auch vor der neuen Saison auf einem soliden finanziellen Fundament und kann finanziell optimistisch in die Zukunft blicken.

Neu in den Vorstand wurden Pirmin Häfeli als Beisitzer/Mitgliederkassier und Martin Trachsel (Anlässe) gewählt. Dieser ersetzt den abtretenden Thomas Burri. Wiedergewählt wurden Präsident Urs Kallen, Finanzchef Dominic von Gunten und Spiko-Chef Beat Mosimann. Alle anderen bisherigen Vorstandsmitglieder sind noch bis nächstes Jahr gewählt. Auch die Rechnungsrevisioren Urs Grossen und Sandro Waltisberg wollen mindestens noch zwei Jahre anhängen.
 
Immer wieder ein Höhepunkt an der Hauptversammlung sind die Ehrungen von Personen, die sich in besonderer Art und Weise und langjährigem Einsatz für den Verein eingesetzt haben. Unzählige Jahre als Spieler in verschiedensten Mannschaften für den FC Frutigen im Einsatz wurde er 2007 als Chef Infrastruktur in den Vorstand gewählt. Dank seinem grossen Engagement ist das Wengmatti-Fussballareal ein Hingucker und immer im Schuss. Mit grossem Applaus wurde Iwan Hachen die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Er habe noch nicht genug und mache weiter, meinte das neue Ehrenmitglied zur Freude aller Anwesenden nach seiner Wahl. Weiter ernannte die Versammlung mit dem langjährigen Trainer Mario Schmid und dem scheidenden Vorstandsmitglied Thomas Burri zwei verdienstvolle Persönlichkeiten zu Freimitgliedern.

Am Schluss der Versammlung orientierte Donatorenpräsident Marc Lehmann darüber, dass Vorstandsmitglied Beat Mosimann für den «Prix des Donateurs Single» bestimmt wurde. Als Covid-Verantwortlicher habe er nach Corona-Ausbruch alles unternommen, damit unter Einhaltung der Schutzmassnahmen für Ruhe und Sicherheit im Verein gesorgt war. Für den «Prix des Donateurs Team» wurde infolge Abbruch der Meisterschaft keine Mannschaft vorgeschlagen.

Noch vor Ablauf einer Stunde durfte Präsident Urs Kallen die Versammlung schliessen. Wie es die letzten Jahre üblich war, durften sich die Anwesenden noch an einem Imbiss erfreuen. 

Drei Persönlichkeiten wurden geehrt: v.l. Mario Schmid, Freimitglied / Iwan Hachen, Ehrenmitglied / Thomas Burri, Freimitglied

© Bericht und Foto Toni Stoller