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Starke Männer an der Pfeife


Datum: 28.03.2017

Der Fussballklub Frutigen schätzt die Arbeit seiner Schiedsrichter und Assistenten. Mit einem Nachtessen sorgt er für die nötige «Stärkung», um den grossen Anforderungen und Ansprüchen gerecht zu werden.

Nach dem Schlusspfiff des Fussballspiels laufen Spieler und Funktionäre aufgeregt durcheinander und bestürmen den Schiedsrichter. Es kommt zur Rudelbildung.  Für die Niederlage gibt es in den Augen der Unterlegenen nur einen Schuldigen: Den Schiedsrichter. Wo dieser auf dem Platz ist, wird mit ihm gehadert. Hier spielt es keine Rolle, ob an Weltmeisterschaft, Bundesliga oder auch nur bei einem Juniorenspiel in der Schweiz gespielt wird.

Die «Unparteiischen» sind fehlbar, aber ihre Entscheidungen sind nicht anfechtbar. Ihr Privileg ist die Tatsachenentscheidung. Eine komfortable Position, könnte man meinen. Haben die Fussballschiedsrichter deswegen das schönste Amt auf der Welt? Wenn man sie fragt, bejahen dies viele mit den Worten: «Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, der Fussball ist mein Leben. Ich kann mich so für den schönsten Sport der Welt und alle Fussballbegeisterten einsetzen». Sie sind derart von ihrer Tätigkeit überzeugt und begeistert, dass sie sich über viele negative Vorkommnisse nicht äussern und drüber hinweg schauen. «Du bist ein Pfeife – hast du deinen Blindenhund vergessen – du hast Tomaten auf den Augen», so drei eher harmlose Rufe von Zuschauern gegen den Schiedsrichter, ohne den ein Spiel ja nicht stattfinden könnte. Funktionäre, Spieler und Zuschauer müssen ihrer Aggressivität Lauf lassen und finden im Schiedsrichter die geeignete Person. Nicht salonfähige Ausdrücke und Beleidigungen der übelsten Art lassen ein noch so gutes Spiel in ein schlechtes Licht rücken. Die Schiedsrichter und ihre Assistenten geben ihr Bestes auf dem Platz für alle, die den Fussball lieben. Beschimpfungen, Ehrverletzungen und nicht salonfähige Ausdrücke gehören nicht auf den Fussballplatz: Fairness ist angesagt – auch gegenüber den Spielleitern. Danke Schiedsrichter und Assistenten, dass es euch gibt!

Der Fussballklub Frutigen weiss, was er an seinen Schiedsrichtern hat. Als Dank und kleine Anerkennung lud er letzte Woche seine acht Schiedsrichter, zu denen auch SL- und Fifa-Schiedsrichter Stephan Klossner zählt, zu einem Imbiss ein. Vizepräsident Bruno Zurbrügg würdigte die Verdienste aller Frutiger Schiedsrichter, die zum guten Ruf des Vereins beitragen. Besonders stolz darf der Frutiger Verein auf Stephan Klossner sein, der als einer der besten Schiedsrichter in der Schweiz auf den Fussballplätzen aktiv ist und für die FIFA auch ausserhalb der Schweizer Grenzen aufläuft. Jannick Klossner ist nach über sechsjährigen Schiedsrichtereinsätzen aus beruflichen Gründen zurückgetreten und wird nun als Lehrkraft einer 7. Klasse seine Fähigkeiten weiter geben. Ohne Pfeife, die er vorläufig lieber zu Hause lassen wolle.

Frutiger-Schiedsrichter/-Assistenten
Marc Germann (SR 2. Liga-Vorschlag, SRA 2. Liga Interregional), Bruno Grossen (SR-4. Liga, SR-Inspizient, Instruktor, SR-Inspizient SFL) , Joachim Martins (SR 3. Liga), Silvan Hachen (SR 4. Liga, SRA 2. Liga), Peter Klossner (SR 4. Liga, SR Anfänger-Betreuer), Stephan Klossner (SR-FIFA, Instruktor, SR-Inspizient 2. Liga Inter, SRA-Inspizient), Bruno Zurbrügg (SR-Inspizient, SRA-Inspizient, SR-Assistent 2. Liga, SR 2. Liga, Instruktor), James Zurbrügg (SR Junioren B)


v.l. Bruno Grossen, Silvan Hachen, Joachim Martins, Bruno Zurbrügg, Janick Klossner, Peter Klossner

(es fehlen Marc Germann, Stephan Klossner und James Zurbrügg)