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Cup Halbfinal Lerchenfeld- Frauen 2. Liga 3:1

Team: Frauen 2. Liga
Datum: 03.06.2017

Im Halbfinal des Bernercups trafen wir auswärts auf den FC Lerchenfeld – 3. Liga. Wir waren gewarnt, hatte das 3. Ligateam aus Thun doch bereits zwei 2. Liga-Teams aus dem Cup geworfen. Dennoch hatten wir das klare Ziel Cupfinal vor Augen.

Beide Teams starteten ohne grosses Abtasten in diesen Halbfinal. Bereits in den ersten Minuten ging es hin und her, wobei für uns nach 7. Minuten ein Eckball resultierte. Von Andrea Wälchli scharf in die Mitte getreten, war es Marina Schranz, welche am höchsten stieg und den Ball in die weitere Ecke köpfelte – 0:1 Führung. Der Jubel war gross – währte jedoch nicht lange: Kaum war der Anstoss gespielt, ging Lerchenfeld in die Tiefe – passte zur Mitte, wo ihre Stürmerin von unserer Defensive völlig alleine gelassen wurde und souverän – via Pfosten – zum 1:1-Ausgleich traf. Dies versetzte uns einen Stoss und schien uns völlig aus der Bahn zu werfen. Wir verloren den Mut und zeigten uns zeitweise gar etwas ängstlich und zaghaft. So war es in der ersten Halbzeit klar das Gastgeberteam, welches das Spiel diktierte. Wir liessen uns viel zu weit nach hinten fallen und verpassten im Zentrum häufig den direkten Druck auf die Ballführende. Selina von Niederhäusern im Tor war jedoch hellwach und hielt uns im Spiel. So ging es mit dem – für uns schmeichelhaften – 1:1 in die Pause.

Wir standen nun zwar näher bei den Gegnerinnen und konnten nun vermehrt unser Passspiel aufziehen. Dennoch schafften wir es kaum in die gefährliche Zone des Gegners zu kommen. Wir zeigten uns heute nicht so kompromisslos und offensivfreudig wie gewohnt. Lerchenfeld aber, blieb gegen vorne stets gefährlich. Wir hatten unsere liebe Mühe mit den schnellen Offensivspielerinnen. Das Spiel spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. In der 70. Minute war es Anja Baur, welche sich ein Herz fasste und einen Weitschuss versuchte, dieser Ball konnte nur knapp von der Heimtorhüterin abgefangen werden. Die Spannung war spürbar, leider auch unsere Unsicherheit. Wir wussten Lerchenfeld hatte nichts zu verlieren und konnte volles Risiko gehen. So brauchte es in der 81‘ nur einen kleinen Stellungsfehler und die schnelle Stürmerin entwischte unserer Verteidigung und schob den Ball souverän in die weitere Torecke – 2:1 Führung. Eigentlich wussten wir, dass wir schon vermehrt in den letzten 10 Minuten wichtige Tore geschossen hatten. Heute war die Bürde jedoch riesig. Wir versuchten aber noch einmal alles – machten hinten auf – volles Risiko. Offensiv gelang uns nach wie vor wenig. Und so kam es wie es häufig in solchen Situationen kommt: Entweder es gelingt der Ausgleich oder… in der 89. Minute lief die Flügelspielerin davon und traf – via Innenpfosten – zum definitiven Entscheid – 3:1 Sieg für Lerchenfeld – Cup-Out für uns.

Der Schock war gross – die Emotionen nahmen ihren Lauf… Der Druck es unbedingt wieder in den Cupfinal zu schaffen, war heute schlicht zu gross. Ein fokussiertes Ziel kann grosse Kräfte freisetzen, aber eben auch Kräfte rauben und lähmen. Wir sind dennoch stolz auf eine wiederum starke Cupsaison – wieder durften wir viele schöne Momente zusammen feiern! Und genau für solche Spiele – wenn halt auch eine Niederlage resultieren kann – „lebt“ ein Fussballer!

So gehen wir nach einem japanischen Sprichwort „Im Schatten einer bitteren Niederlage sind schon grosse Gewinner gewachsen“ und sehen mit erhobenem Kopf nach vorne!

Lerchenfeld spielte stark, clever und frei auf – taktisch und kämpferisch eine tolle Leistung! Wir danken dem Gastgeber für die tolle Kulisse und das faire Spiel! Wir gratulieren dem FC Lerchenfeld zum Einzug in den Cupfinal und wünschen dort viel Erfolg!

HÄIA FROUÄ! – MIER SI STOLZ UF ÖICH U WÜSSÄ, DASS ÜS DIE NIEDERLAG STERCHER MACHT!!

Matchtelegramm BernerCup Frauen   
FC Lerchenfeld – FC Frutigen 3:1 (1:1); Zuschauer: 200
Tore: 7‘ Marina Schranz (Andrea Wälchli) 0:1; 8‘ Lerchenfeld 1:1, 81‘ Lerchenfeld 2:1, 89‘ Lerchenfeld 3:1
Frutigen: Selina von Niederhäuserin; Simona Bausilio, Tanja Josi, Stephanie Baumann, Liliane Zurbrügg; Jeanne Hurni; Andrea Grossen (60‘ Deliah Schmid), Anja Bauer, Tina Inniger, Marina Schranz (65‘ Dana Stoller); Andrea Wälchli
nicht eingesetzt: Alana Ramseier, Fadrina Giacometti, Andrea Bohny, Mascha Hurni

Frutigen ohne: Trachsel (im Aufbau), Zurbrügg (verletzt)