Zweiter Sieg im ersten Heimspiel!
Die 5. Liga a legt nach! Nach dem erfolgreichen Saisonstart gegen den FC Interlaken gewinnt das Team auch das erste Heimspiel der Saison gegen den FC Rothorn mit 3:1. Drei Punkte, drei Tore und ganz nebenbei noch ein paar graue Haare für Spieler, Trainer und Zuschauende.
Schon in den ersten Minuten wurde klar, welche Gangart diese Partie einschlagen würde. Mehr Krampf und Kampf als gepflegtes Kombinationsspiel. Der FC Rothorn aus Brienz zeigte sich von seiner kämpferischen Seite und machte es dem Heimteam alles andere als einfach. Frutigen fand nur schwer ins Spiel, produzierte den einen oder anderen einfachen Ballverlust und sorgte damit nicht unbedingt für einen Fussballleckerbissen. Kurz gesagt: Champions-League-Fussball war an diesem Abend eher nicht angesagt.
In der 14. Minute durfte das Heimteam trotzdem jubeln. Nach einem stehenden Ball schlich sich Jonas Schneider auf leisen Sohlen in den Strafraum und reagierte bei einem Prellball am schnellsten. Aus kurzer Distanz spitzelte er den Ball über die Linie und brachte Frutigen mit 1:0 in Führung.
Wer nun auf einen spielerischen Befreiungsschlag und eine anschliessende Fussball-Gala gehofft hatte, wurde allerdings enttäuscht. Trotz leichtem Chancenübergewicht kreierte Frutigen nur wenige echte Möglichkeiten. Rothorn versuchte sein Glück mit langen Bällen auf seine schnellen und trickreichen Stürmer. Gefährlich wurde es dabei zum Glück nur selten.
Nach der Pause ging es im ähnlichen Stil weiter. Frutigen wollte, konnte aber nicht so richtig – Rothorn musste, konnte aber ebenfalls nicht. Die Partie spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab und beide Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig.
Bis zur 63. Minute. Dann fiel aus dem Nichts der Ausgleich. Aus einer unübersichtlichen Situation kullerte der Ball aus den Händen von Geri ins Tor. Aus der Ferne betrachtet ein klares Foulspiel des gegnerischen Stürmers, welche den blockierten Ball ins Tor schob. Doch die Pfeife des Unparteiischen bleibt stumm und der Treffer zählte.
Nicht das erste Mal, dass die Spielleitung Fragen aufwarf. So wurde die neue Regel betreffend «Countdown bei Einwurf und Abstoss» unverständlich umgesetzt. Der Schiedsrichter zählte bereits beim Ballholen hinter dem Tor den Countdown herunter, setzte so den ausführen Spieler unnötig unter Druck und es wurden in unzähligen Situationen auf Eckball entschieden. Damit wurden gleich mehrfach Situationen sehr konsequent oder «kreativ» ausgelegt.
Nach dem Ausgleich erwischte Rothorn seine stärkste Phase und hatte sogar Pech, als ein Abschluss nur am Querbalken landete. Frutigen musste reagieren und tat dies zum Glück genau richtig.
Das Heimteam besann sich wieder auf seine Stärken. Ein mustergültiger Pass in die Tiefe fand den bis dahin glücklosen Remo Lauener. Wie bereits gegen Interlaken zeigte Remo, dass er nicht unbedingt viel Platz braucht, aber wenn er ihn bekommt, wird es gefährlich. Er überlief den letzten Verteidiger und schob den Ball gekonnt zur 2:1-Führung ins Netz.
Die Führung gab dem Heimteam die nötige Sicherheit zurück. Frutigen kombinierte nun wieder besser, verlagerte das Spiel wieder vermehrt in Richtung Rothorner Strafraum und liess den Gästen immer weniger Raum.
In der 83. Minute sorgte schliesslich Mario Rosser für die Entscheidung. Ein weiter Ball von Geri fand Mario, der perfekt in die Tiefe gestartet war. Im Stile eines echten Goalgetters umkurvte er seinen Gegenspieler, legte sich den Ball auf seinen besseren linken Schlappen und traf präzise in die entfernte Torecke. 3:1!
Danach liess Frutigen nichts mehr anbrennen. Der FC Rothorn konnte nicht mehr reagieren und die nächsten drei Punkte waren im Trockenen.
Fazit
Es war sicherlich nicht das schönste Spiel, aber am Ende zählen die Punkte. Zwei Spiele, zwei Siege! Die 5. Liga a zeigt damit, dass sie auch Spiele gewinnen kann, in denen nicht alles rundläuft.
Und manchmal braucht es eben nicht 90 Minuten Fussballzauber, sondern Kampf, Geduld, ein bisschen Glück.