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2021-2022

    • Mit vielen Fragezeichen startete die Saison 2021 für die FussballerInnen. Wird die Pandemie den Spielbetrieb nach dem Neustart wieder bremsen? Sind die SpielerInnen nach längeren Unterbrüchen noch genügend motiviert oder hatten sie ihre Fussballschuhe inzwischen gar an den Nagel gehängt? Rasch waren die Bedenken aus dem Weg geräumt. Die Freude bei den Akteuren war so gross, dass diese vom ersten Training und den darauffolgenden Spielen an mit Vollgas ans Werk gingen. Das verantwortungsbewusste Verhalten aller Beteiligten führte dazu, dass der Verein weitgehend von Covid-Fällen verschont blieb.
    • Das Fanionteam in der 3. Liga konnte mit den Spitzenteams mithalten, vergab jedoch leichtfertig zu viele Punkte. Schlussendlich resultierte ein guter vierter Rang.  Auch in der nächsten Saison will Trainer Fuchs mit den Topteams auf Augenhöhe sein. Ein, warum nicht der erste Rang sollte es sein – dies wurde auch an der Hauptversammlung klar betont. Wir sind für den Aufstieg bereit, warum nicht bereits in dieser Saison. Der Einbezug von Junioren, aber auch die Zusammenarbeit mit der 4. Liga sollen weiter forciert werden.
    • Die Junioren des FC Frutigen überzeugten in allen Belangen. Weiterhin spielen die A- und B-Junioren in der Youth League, während die C-Junioren in der Promotion antreten. Die Erfolge blieben nicht aus: Die A-Junioren platzierten sich nach Abschluss der Meisterschaft auf dem hervorragenden dritten Rang. Die B-Junioren, auf dem fünften Rang platziert, gaben sich mit diesem nicht zufrieden. Im Bernercup waren sie von Beginn weg eine Macht und holten sich im Final den Sieg nach aufopferndem Kampf. Bei den C-Junioren stand der Klassenerhalt im Vordergrund getreu dem Motto «Freude am Sport, Einsatz, Kameradschaft, Ausgeglichenheit, Bereitschaft, Neues zu erlernen und zu leisten, niemals aufgeben». Dank der leidenschaftlichen und intensiven Arbeit der Trainer haben die Spieler bereits das Gerüst für die Aufnahme in das Fanionteam erworben. Überall, von der Fussballschule bis hin zu den Aktiven wird hervorragende Arbeit geleistet.
    • Die sportlichen Ziele standen bei den 4.-Liga-Frauen klar im Hintergrund. Bewusst und freiwillig stieg das Team in die 4. Liga ab, um den jungen Spielerinnen die Möglichkeit zu geben, Spielpraxis zu sammeln. Im neuen FF-19-Team können sie dies nun umsetzen. Durch verletzungsbedinge Absenzen mussten im Frühling die Positionen immer wieder verändert werden. Unter diesen Umständen kann der sechste Schlussrang als Erfolg gewertet werden. Nur dank der guten Zusammenarbeit mit dem FC Spiez waren immer genügend Spielerinnen an den Partien anwesend. Der Verein kann auf gute und leidenschaftliche Nachwuchsspielerinnen hoffen, haben diese doch im FF-15-Team den hervorragenden zweiten Rang erkämpft.
    • Die Vereinsrechnung der vergangenen Saison war erfreulich positiv. Der Gewinn soll in den FC Hüsi Neubau reinvestiert werden. Auch das Budget 2022–23 weist trotz der geplanten hohen Investitionen einen knappen Reingewinn aus. Für den Neubau des FC-Hüsi werden die Mitglieder in der kommenden Saison viele Frondienststunden zu leisten haben. Der FC Frutigen steht finanziell weiter gut da.
    • Die budgetierten Kosten des geplanten Bauvorhabens Neubau Klubhaus sind in den letzten Monaten aufgrund der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs in die Höhe geschnellt. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass die noch fehlenden Mittel aus Eigenkapital, Hypotheken, Privatdarlehen von Mitgliedern oder interessierten Personen, Gemeindebeiträgen sowie Beiträge von anderen Institutionen gedeckt werden können. Der Neubau wird verkraftbar sein. Mit Frondienstarbeiten sollen die Kosten beträchtlich gesenkt werden. Im Oktober sollen die Bagger auffahren.
    • Die 500-Grenze ist wieder geknackt. 518 Mitglieder halten dem Verein die Treue.
    • Anstelle des demissionierenden Urs Kallen wurde Thomas Rösch zum Präsidenten gewählt – kein Unbekannter, stand er dem Verein doch schon vor 20 Jahren als Präsident vor. Unverblümt gab Rösch das sportliche Ziel für diese Saison bekannt: «Wir wollen in die zweite Liga aufsteigen, jetzt ist es Zeit dafür. Wir haben es verdient.». Weiter übernimmt Daniel von Känel das Juko-Amt. Der Vorstandsposten des Pressechefs ist noch vakant.
    • Gleich drei Funktionäre wurden der Versammlung als Ehrenmitglieder vorgeschlagen. Insgesamt haben sich diese 90 Jahre in verschiedenen Funktionen verdient gemacht: Urs Kallen (rund 38 Jahre), Ferdinand Fuhrer (rund 28 Jahre) und Toni Stoller (rund 24 Jahre). Diskussionslos und mit grossem Applaus erhielten alle drei die Ehrenmitgliedschaft.
    • Für die Jubiläumsfeierlichkeiten 75-Jahre FC Frutigen 2023 wurde ein OK gebildet. Die Vorarbeiten laufen auf Hochtouren. Nicht nur den Mitgliedern soll etwas geboten werden, auch Gäste aus nah und fern sollen an den Anlässen im Juni 2023 herzlich willkommen sein. Das «Tüpfli auf dem i» könnte dann der Aufstieg des Fanionteams sein – genau 50 Jahre, nachdem der FC Frutigen von der dritten in die zweite Liga aufgestiegen war.

     

    Fotos Toni Stoller:

    Thomas Rösch übernimmt die Führung des FC Frutigen

    Für ihren jahrzehntelangen Einsatz in verschiedensten Funktionen wurden (v.l.) Toni Stoller, Urs Kallen und Ferdinand Fuhrer zu Ehrenmitgliedern ernannt.