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Grünes Licht fürs neue Klubhaus

    FUSSBALL Die Mitglieder des FC Frutigen haben sich an der ausserordentlichen Hauptversammlung vom Mittwoch für den Neubau des Klubhauses am alten Standort entschieden. Der Beschluss zugunsten dieser Projektvariante fiel einstimmig aus.

    TONI STOLLER
    Stefan Rüegg hiess als Vizepräsident des FC Frutigen 93 Mitglieder zur ausserordentlichen HV willkommen. Zwei wegweisende Traktanden hatten die Einberufung dieser Versammlung nötig gemacht: der Neubau eines Klubhauses und der Ersatz der Duschen im Garderobenhaus. Nach Wasserschäden am bisherigen Klubhaus hatte eine Arbeitsgruppe den Bauzustand näher geprüft – mit dem Fazit, dass sich zukünftige Investitionen längerfristig nicht mehr lohnen. Die Ende 1980 erworbene und auf schlechtem Fundament aufgestellte Baubaracke war zwar zu einem nutzbaren Klubhaus ausgebaut worden. Es sind jedoch weitere Schäden zu erwarten. Der Vorstand des FC Frutigen kam deshalb Anfang 2018 zum Schluss, dass sich Investitionen in die alte «Baubaracke» nicht mehr lohnen. Im gleichen Jahr beschloss die Hauptversammlung eine Kostengutsprache in Höhe von 500 000 Franken für den Ersatz des Klubhauses und gab grünes Licht für die Ausarbeitung eines Projekts durch eine interne Baukommission.

    Finanzielle Lage erlaubt Investitionen
    Unter dem Vorsitz von Iwan Hachen, Chef Infrastruktur, arbeitete die Baukommission mit Hochdruck am Projekt «Aufstockung des Garderobenhauses mit einem Klubhaus». Nach Vorliegen der Baubewilligung wollte der Vorstand das Projekt an einer ausserordentlichen Hauptversammlung bewilligen lassen. Corona machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung, das Projekt musste zurückgestellt werden. Dies hinderte die Baukommission jedoch nicht daran, das Projekt voranzutreiben. Um der HV eine Entscheidungsmöglichkeit zum Standort zu geben, wurde eine zweite Variante beim alten Klubhaus ausgearbeitet.
    Nach über drei Jahren Verzögerung konnte der FC Frutigen letzten Mittwoch an der ausserordentlichen HV beide Projekte mit Finanzierung präsentieren. Nachdem Iwan Hachen sie vorgestellt hatte, informierte Finanzchef Dominic von Gunten über die mögliche Finanzierung. Die berechneten Kosten seien für beide Bauvorhaben in etwa gleich. Da der Verein finanziell gut dastehe und mittlerweile schuldenfrei sei, sei eine Investition durch Eigenmittel, Hypotheken, zinslose Darlehen von Behörden und Darlehen von Mitgliedern, Privatpersonen, Vereinen sowie mithilfe von Frondienst durch die Mitglieder verkraftbar. «Vor über 20 Jahren haben wir für den Bau der Fussballplätze und des Garderobenhauses eine ähnliche Summe investiert und konnten diese beiden Bauvorhaben bis heute vollständig amortisieren. Dies sollte auch beim neuen Projekt machbar sein», ermunterte von Gunten die Versammlung. Dankbar rief er in Erinnerung, dass die Unterstützung der treuen Sponsoren einen hohen Anteil dazu beigetragen haben.

    Baubeginn im Oktober
    Nach einer Fragerunde wurden die beiden Projekte «Aufstockung des Garderobenhauses mit einem Klubhaus» und «Neubau Klubhaus am alten Standort» einander gegenübergestellt. Das Projekt «Neubau Klubhaus am alten Standort» erhielt die volle Stimmzahl der 93 Anwesenden. In der Schlussabstimmung wurden das Gewinnerprojekt und die dazugehörige Finanzierung ohne Gegenstimme beschlossen. Der Baubeginn soll bereits im Oktober erfolgen und bis April 2023 abgeschlossen sein. Ihren Segen gaben die Mitglieder auch beim Traktandum für den Ersatz der Duschen im Garderobenhaus – ebenfalls ohne Gegenstimme.

    Fünf Posten im Vorstand zu besetzen
    Im Verschiedenen orientierte Vizepräsident Stefan Rüegg unter anderem über die anstehenden Wechsel im Vorstand. Für das Präsidentenamt, den Chef Spielkommision (Spiko), den Chef Juniorenkommission (Juko), den Pressechef und die Sekretärin werden gleich fünf Personen im Herbst zu ersetzen sein. Die Suche ist in vollem Gang, auch die Mitglieder sollen hier aktiv mithelfen.

    Altes Klubhaus
    Infrastrukturchef Iwan Hachen
    Neues Projekt